Wie fangen psychologische Spiele an
Frau Holzmann steht in der Küche und hat alle Hände voll zu tun. Es ist Freitagabend und sie bereitet ein aufwändiges Abendessen für die sechs Gäste vor, die in etwa einer Stunde kommen werden. Frau Holzmann ist ein bisschen spät dran, denn sie wurde von ihrem Chef noch aufgehalten, aber wenn sie sich beeilt, wird sie sicher noch rechtzeitig fertig und kann sich danach auch noch schick machen. Sie legt viel Wert auf ein tadelloses Äußeres und ihren Gästen in Jeans und T-Shirt, die noch der Küchendunst umweht, die Tür zu öffnen, wäre ihr sehr unangenehm.
Sie muss sich sehr auf das konzentrieren, was sie tut und diesen Augenblick wählt ihr Mann aus, um zu ihr in die Küche zu kommen und über seinen neuerlichen Ärger mit seinem Vorgesetzten zu klagen. Er fühlt sich von ihm schlecht behandelt und möchte jetzt und auf der Stelle mit seiner Frau darüber reden. Frau Holzmann versucht, das Gespräch zu vertagen: "Lass uns doch lieber in aller Ruhe am Wochenende besprechen, wie du mit deinem Chef besser zurecht kommst. Jetzt muss ich mich um den Fisch kümmern."
Das war aber offenbar nicht das, was Herr Holzmann hören wollte. Also fragt er aufgebracht: "Ist dir dieser blöde Fisch wichtiger als ich? Du glaubst nicht, was dieser Kerl sich heute wieder geleistet hat. Ich will jetzt mit dir reden, ich muss das loswerden!"
| Schluss mit diesen Spielchen | |
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